Wohnmobil Gebrauchtkauf im Internet: Darauf müssen Sie achten!

Wer auf der Tour im Mietmobil erst einmal Blut geleckt hat, der liebäugelt schnell mit der Anschaffung des ersten eigenen Wohnmobil. Doch was kostet ein Wohmobil? Und worauf sollte man bei neuen und gebrauchten Mobilen achten?

Foto: Uli Regenscheit, Ingolf Pompe

Günstige Tochtermarken großer deutscher Wohnmobilhersteller und Importeure bieten vollwertige Wohnmobile für rund 40.000 Euro an. Wen der Gedanke nicht stört, dass Bett und Bad schon benutzt wurden und man weniger Geld ausgeben möchte, ist ein Gebrauchtmobil eine Alternative zum Neuwagen.

Vom Wohnmobil-Händler oder aus privater Hand?

Zunächst sollten Sie abwägen, ob es ein Mobil aus privater Hand oder das Händlerfahrzeug mit zwölfmonatiger Gewährleistung sein soll. Ein Vergleich von Angeboten mehrerer Händler online und vor Ort mit den Angeboten auf caraworld.de schafft Klarheit darüber, ob die gewünschte Ausstattung zum gewünschten Preis realistisch ist.

Die Mehrzahl der Online-Inserate kommt von vertrauenswürdigen Händlern oder Privatpersonen, die Fahrzeuge überregional verkaufen möchten. caraworld.de sagt Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Bilder sagen mehr als Worte

Seriös sind meist die Inserate mit hochwertigen Bildern, auf denen genau das Fahrzeug mit seinen Details zu sehen ist, das verkauft werden soll. Am besten sind Fotos, die vom Händler oder der Privatperson selbst geschossen sind. Vorsichtig sollten Sie immer dann sein, wenn keine Bilder vorhanden sind oder zu gute Bilder, die aussehen wie aus dem Katalog. 

Auf den Preis achten

Ein wichtiges Suchkriterium ist der Preis. Oft nennen Händler im Inserat Preise unter einer magischen Grenze, wie etwa 30.000 oder 50.000 Euro. Achten Sie darauf, dass das Fahrzeug auch die gewüschte Motorisierung hat. Manchmal werden Wohnmobile mit der kleinsten Motorisierung gezeigt, da diese natürlich günstiger sind -  so wird etwa nur der Motor mit 115 PS anstatt der Version mit 148 PS dargestellt. 

Niemals Vorkasse an Unbekannt

Wird bereits im Inserat um Vorkasse, die Nutzung eines angeblichen Treuhandservices oder die Zahlung an ein Speditions- bzw. Verschiffungsunternehmen gebeten, sollte Sie hellhörig werden. Am besten Finger weg von diesem Kauf. Das ist ein deutliches Indiz für einen Betrug.

Vorsicht bei gescannten Dokumenten

Oft werden Fahrzeugpapiere eingescannt, um somit die Rechtmäßigkeit des Angebots zu beweisen. Allerding ist es heute ein Kinderspiel diese Dokumente mittels Fotobearbeitungsprogramme zu manipulieren. Daher prüfen Sie die tatsächlichen Fahrzeugpapiere beim Anbieter vor dem Kauf bitte nochmals.

Erst besichtigen, dann kaufen

Der Kauf des Fahrzeugs sollte nie nur über das Sichten des Inserats geschehen. Vor dem endgültigen Kauf immer das Wohnmobil oder den Caravan beim Verkäufer mit eigenen Augen anschauen. Für die Besichtigung des favorisierten Fahrzeugs, sollten Sie genügend Zeit und einen Termin bei Tageslicht einplanen. Nehmen Sie am besten einen fachkundigen Bekannten für die Begutachtung des Fahrzeugs mit. Ein bis zwei Stunden gehen schnell vorbei, um den Wohnraum zu inspizieren und mit Händler oder Halter über den Zustan des Gebrauchtmobils zu diskutieren.

Lassen Sie sich nicht davon abhalten, den Kühlschrank auszuprobieren oder eine Probefahrt zu unternehmen, und hören Sie auf ihre Intuition, wenn Fahrzeug oder Verkäufer sie skeptisch machen. Praktisch für den Check am Mobil sind neben robuster Kleidung auch kleine Helfer wie Taschenlampe, Digitalkamera und ein Notizblock. Lassen Sie sich vor Ort zunächst
das Wohnmobil von innen und außen komplett und inklusive Bordtechnik zeigen.

Im Anschluss daran empfiehlt es sich, Schritt für Schritt die bewährte promobil-Checkliste für gebrauchte Wohnmobile abzuhaken und nach der Probefahrt mindestens eine Nacht bis zur Entscheidung verstreichen zu lassen. Was bleibt, ist die Verhandlung über den richtigen Preis – mitunter keine allzu leichte Aufgabe, besonders bei vielen Extras oder gar mehreren Interessenten für ein und dasselbe gebrauchte Wohnmobil.

Der Kaufvertrag fürs Wohnmobil

Rechtlich verbindlich wird der Handschlag erst mit dem Kaufvertrag, der auch und besonders bei privaten Geschäften nicht fehlen darf. Hier sollten alle Details und Merkmale schriftlich festgehalten werden.